08.13.2014
VOCAL RECORDING & MIXDOWN

VOCAL RECORDING & MIXDOWN

Mitte Juli. 35 Grad Aussentemperatur. Wir befinden uns in Jena im Kunsthof, Heimat des Klinke auf Cinch Studios. Leider im Dachboden: 35 Grad Innentemperatur. Alle Fenster zu: Weil: Aufnahme läuft. Arpen und Fab verbringen 4 Tage mit Clemens Kynast, nehmen die Vocals für das Album auf, fertigen erste Mixdowns an, spielen Synthesizer neu ein, arrangieren in letzter Sekunde  Songs nochmal komplett um. Zum Glück jeden Mittag fantastisches Catering vom Restaurant Liebstöckel um die Ecke oder Bratwürste von Lutz Hartmann und zum Glück abends Zigaretten und Bier im Innenhof vom Kunsthof mit Gesprächen über Musik, Eqs, Kompressoren und Automationen. Clemens hat nach unserer Abreise noch zwei weitere Wochen im Studio verbracht, um das Album fertig zu mischen. Das Wetter blieb so. Wir baten um kleines Fazit Gespräch.

Was war das besondere bei diesem Projekt?

Schwierig ist bei einem Mix natürlich immer, die große Anzahl der Möglichkeiten so zu kanalisieren, dass sie den Geschmack der Band treffen. Ein Mixdown eines Songs (und wir sprechen hier ja eigentlich nur von "Lautstärke-Verhältnisse anpassen") ist nicht nur Tagesform-abhängig, sondern auch Geschmackssache. Wir hatten teilweise 90 Drumspuren, ständig die Wahl des Equipments zur Bearbeitung, Entscheidungen für Räumlichkeit und Hall Einsatz. Der Fokus bei der Produktion lag aber eindeutig auf Drums und Vocals. Die Bearbeitung dieser Signale hat also besonders viel Aufmerksamkeit gefordert.

Im Vorfeld des Mixdowns haben wir vier Tage zusammen die Vocals aufgenommen, die Songs umgebaut und neue Parts eingespielt oder ersetzt. Dadurch dass Arpen und Fab in den ersten Tagen da waren, hatten wir eine Richtung. Dadurch fiel es mir definitv leichter, einen ordentlichen Mix im von A Forest bevorzugten Stil anzufertigen.

Was für Equipment hast du benutzt?

Die Vocals haben wir mit einem Neumann U87 und einem Avalon vt737 mit einem Lo-Cut bei 30Hz aufgenommen. Dann kam ein API 2500 Compressor und digitale De-Esser von Brainworx zum Einsatz. Für die Bassdrums fiel die Wahl auf einen 1176 Set&Forget Kompressor mit Fokus auf genug Kick und dezentem Bottom. Die Snares liefen durch einen Dcl-audio 200, die Bässe wurden mit einem TL Audio Indigo EQ leicht ins Clipping gefahren für ordentlich Obertöne/ & Excitement (mit besten Dank ans Studiojena für die freundliche Leihgabe!).  Die Synthesizer, Pianos, Streicher usw haben nur ein dezentes EQing und zusätzliche Stereobreite über einen SPL Vitalizer bekommen. Alles wurde dann analog aufs Pult gelegt und gemischt. Ein Riesenaufwand, der sich gelohnt hat.

Dein Fazit?

Das Master hat zum Glück keine Schnitzer zu Tage gefördert: Es sitzt alles an seinem Platz, die Drums schieben vernünftig, geben den Songs die nötige Basis. Die Bässe knarzen sich einen zurecht und die Vocals gehen ganz leichtfüssig drüber hinweg. Perfektes Ergebnis - in Anbetracht des engen Zeitfensters.

BECOME A LEAF

A FOREST LIVE

07.10.15 DRESDEN scheune
09.10.15 LEIPZIG täubchenthal
10.10.15 GÖRLITZ kühlhaus
15.10.15 AUGSBURG bedroomdisco
16.10.15 CHEMNITZ atomino
17.10.15 HILDESHEIM bischofsmühle
21.10.15 DORTMUND sissikingkong
22.10.15 GÖTTINGEN nörgelbuff
23.10.15 HAMBURG kleiner donner
25.10.15 BERLIN badehaus szimpla

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